Neueste Artikel

1 Mikro, 1 Song – Die Challenge beginnt

Die Herausforderung war klar: Ich wollte einen kompletten Song mit echtem Schlagzeug und echten Instrumenten inklusive Vocals mit Studio-Equipment im Wert von knapp 300 Euro aufnehmen, mischen und rausbringen. Die Wahl für die Hardware fiel auf das Set von Focusrite (Studio 2i2), welches der glückliche Jan im Adventskalender als Hauptgewinner des Gewinnspiels zuhause in Empfang nehmen durfte. Dieses bietet ein Großmembranmikro, ein Audio-Interface und einen Studio-Kopfhörer inklusive Kabeln und Halterung!

Die DAW meines Vertrauens

Bei der DAW fiel die Wahl auf Studio One Artist. Das Focusrite-Set bringt zwar freie DAWs wie Reaper und Pro Tools First mit, aber mit Studio One bin ich einfach vertrauter. Aber ich hätte die Challenge sogar mit nur 200 Euro angehen können – vielleicht nächstes mal ?! Durch die Beschränkung auf die Artist Version war mir zwar der Zugang zu Dritt-PlugIns verwehrt, aber die Grundausstattung von SO3 Artist ist schon so gut, dass ich sie nur noch um den kostenlosen Download des SaturationKnob (RedLightDistortion) erweitert habe. Erhältlich für alle SO3-Besitzer unter diesem Link: https://shop.presonus.com/products/software/studio-one-add-ons/Softube-Saturation-Knob

Alles muss man selber machen lassen …

Ihr könnt Euch die Spuren demnächst auch selber herunterladen, aber ich hoffe auf Euer Verständnis zu treffen, wenn ich dafür erstmals einen Unkostenbeitrag erhebe. Mit diesem unterstützt Ihr mich und die Arbeit, die ich in diesen Blog stecke, um Euch regelmäßig mit frischen Tips und Wissen zu versorgen. Ein passender Online-Shop ist dementsprechend bald hier auf der Seite zu finden und es wird 3 Abstufungen geben: Die ungemischte, rohen Stems für 5 €, die komplette Mix-Session für Studio One für 10 € und ein noch weitergehendes „Mix-through“-Video inklusive Session und Stems für 20 €. Und wenn Ihr es vorher nicht abwarten könnt, mich noch mehr zu unterstützen, könnt Ihr mir gerne auch regelmäßig über mein Patreon-Account helfen. Dieses erreicht Ihr über https://www.patreon.com/user?u=4616542

Der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Wie fängt man aber nun an? Ich starte in der Regel mit einer Hilfsspur, die ich mit der Akustikgitarre einspiele. Einfach zum Click und in passendem Tempo einmal den ganzen Song durch und dann habe ich eine zeitgenau Orientierung, um anschließend Drums, Bass etc. aufzunehmen. Wenn man wie ich einen bekannten Song hat, ist das natürlich kein Problem. Wenn man den Song erst schreiben muss, sollte man diesen Prozess vorher abgeschlossen haben, kann aber natürlich auch erst mal den Guide-Track aufnehmen und später schauen, ob der Song wirklich so funktioniert, oder die einzelnen Teile doch noch mal untereinander tauschen oder ergänzen. Grundsätzlich ist so eine Orientierungsspur aber wirklich sehr hilfreich.

Fortsetzung folgt

Diese Mini-Serie erscheint in den nächsten 3 Wochen immer Mittwochs und Sonntags und ist anschließend natürlich in einer entsprechenden Playlist bei YouTube zu finden. Verpasst also nicht die nächste Ausgabe, in der ich dann mit nur einem Mikro ein komplettes, echtes Schlagzeug aufnehme und mische!

In Memoriam Rick Parfitt | Rocken wie Status Quo

Oft kopiert, nie erreicht! Es gibt wohl neben AC/DC wenige Bands, die gitarrentechnisch so sehr unterschätzt werden wie Status Quo. „Es klingt so einfach und ist mal schnell nachgespielt“ denken wohl die meisten und das ist so wahr wie falsch. Es ist eine große Kunst es so einfach und leicht klingen zu lassen und gerade deswegen ist es eben nicht mal schnell nachgespielt!

Hier kannst Du weiterlesen …

Immer schön subtil: Vocals mit Effekten | Mixtutorial im Recording-Blog

Wenn man Vocals gut im Mix platzieren und sie gleichzeitig größer wirken lassen möchte, braucht man Effekte. Hier ist durchaus klotzen statt kleckern angesagt, aber trotzdem immer mit Augen-, oder in diesem Falle eher Ohrenmaß!

Gegensätze ziehen sich an

Das klingt zunächst verwirrend: Groß auftragen, aber vorsichtig? Wie soll das denn gehen? Nun, zum einen sollte man die Effekte, die man zum Andicken haben möchte, nicht in den Kanal, sondern in einen parallel Bus laden! Hier kann man dann Effektmäßig (fast schon) die Sau rauslassen!

Hier kannst Du weiterlesen …

6 Gewinner und 2 Ankündigungen im VLOG 12-2016

Ein wirklich spannendes Jahr geht zu Ende, ich hoffe Ihr hattet alle ein fantastisches Weihnachten und konntet auch etwas für´s Studio unter dem Baum finden. Die übliche Grippe/Erkältung zum Jahresende war bestimmt auch dabei – willkommen also im Club 🙂

Das Beste kommt am Schluss

Der versprochene 1-Stunden-Mix steht vor der Tür und findet am Freitag, 30.12.2016 um 21 Uhr live bei Youtube statt. Ich würde mich freuen, wenn  der ein oder andere es auch in den Chat schafft und mir nicht nur zuschaut, sondern mich vielleicht auch mit Ideen unterstützt!

Hier kannst Du weiterlesen …

Meine Mix-Strategien | Adventskalender #24

Über Mix-Strategien, also wie man einen Mix angeht, kann man sicherlich viel schreiben. Und jeder wird seinen individuellen Ansatz hierfür haben. Aber hin und wieder ist es interessant mal den Weg eines Kollegen zu sehen. Sei es, um festzustellen, dass man doch nicht so allein ist mit seinen Vorstellungen. Oder um vielleicht mal die Scheuklappen abzunehmen und mal wieder nach links und rechts zu schauen. Oder aber um als Anfänger überhaupt mal einen Anfangspunkt oder eine erste Leitlinie zu haben, von der aus man beginnen kann seinen eigene Weg zu finden.

Alle Wege führen nach Rom

Für mich sind es im Prinzip zwei Szenarien, unter denen ich einen Mix angehe:

  1. Ich schreibe einen Song, nehme ihn auf und produziere und mixe ihn im Prozess der Produktion gleich mit.
  2. Ich bekomme rohe Stems und mische den Song von Grund auf neu.

Hier kannst Du weiterlesen …

Der Pultec-EQ-Trick | Adventskalender #23

Es gibt sie noch, die Legenden in der Studio-Welt. Bei Kompressoren sind es LA2A, 1176 oder Fairchild 670, beim Hall EMT 140 / 250 oder Lexicon 224 und bei den EQs zählt mit sehr großer Wahrscheinlichkeit der Pultec EQP-1A dazu. Ein relativ einfach aufgebauter Röhren-EQ mit einem außergewöhnlich musikalischen Soundverhalten, entwickelt in einer Zeit, in der EQs noch ausschließlich zum Formen eines Sounds genutzt wurden, und nicht zur Reparatur von Aufnahmefehlern oder Raumunzulänglichkeiten!

Konstruktionsfehler oder Absicht?

Der Pultec ist aber nicht nur ein außergewöhnlich gut klingender EQ mit dem gewisen Mojo, dass eine solche Legende umgibt, er hat auch eine Benderheit in der Konstruktion, die vielleicht ursprünglich nicht so beabsichtigt war, aber einfach wunderbar klingt. Denn man kann mit diesem EQ nicht nur einen BEreich anheben, sondern gleichzeitig auch absenken! Wenn man aber glaubt, dass sich die Anhebung und gleichzeitige Absenkung sofort wieder aufheben würden, dem sei gesagt: Normalerweise ja, aber beim Pultec sind die Frequenzen für Up und Down wohl etwas verschoben und das ist das Besondere die Basis für den Pultec-EQ-Trick!

Hier kannst Du weiterlesen …

Mehr Sound-Flexibilität durch ReAmping | Adventskalender #22

Wenn die Gitarre mal eben schnell eingespielt werden soll, man sich aber über den finalen Sound noch nicht im Klaren ist, kann ReAmping die perfekte Methode sein, sich  später und vor allem in Ruhe noch mal mit dem Amp-Sound auseinanderzusetzen – ohne drängelnde Band-Kollegen, Zeitdruck oder sonstige Kreativitäts-Killer!

Zwei Wege, ein Ziel

Die einfachste ReAmping-Variante ist natürlich, wenn man von vornherein den AmpSound mit einem PlugIn erzeugt, man die Gitarre also per DI-Box direkt ins Audiointerface und damit in die DAW geschickt hat, um dann per Amp-PlugIn den Sound zu gestalten.

Wenn man aber einen echten Amp aufnehmen will, sollte man die Gitarre per Kabel zunächst in einen so genannten Splitter stecken, der dann zwei Signale ausgibt, wovon eins in den Amp und eins per DI-Box in die DAW geht. Nun kann man nicht nur den Amp-Sound, sondern gleichzeitig auch den rohen Gitarrensound aufnehmen.

Play it again, Sam

Bei beiden Varianten liegt also eine rohe Gitarrenspur der Performance in der DAW vor. Diese kann man nun mit Amp-PlugIns  formen wodurch das ReAmping per Preset-Wechsel nur noch einen Klick weit entfernt ist.

Soll es aber ein echter Amp sein, kann man das rohe Gitarrensignal über einen Out am Interface an eine so genannte ReAmping-Box (Gegenteil einer DI-BOX) schicken, die man per Instrumentenkabel wiederum mit dem Amp verbindet. Drückt man jetzt auf Play, schickt die DAW den rohen Gitarren-Sound direkt an den Amp, der wie von Geisterhand zu spielen beginnt. Nun kann man in Ruhe Ampsound und Mikroposition austüfteln, um diese anschließend wieder aufzunehmen – die Gitarre wurde Re-Amped!

Hardware-Empfehlungen

Für den Splitter kann ich Euch den P-Split von Lehle empfehlen, als ReAmping-Box eine Palmer DACCAPO Reamping Box, die ich wie den P-Split im Studio selber nutze. Wenn Ihr diese kaufen möchtet und mich und meine Arbeit gleichzeitig unterstützen mögt (natürlich ohne Mehrkosten für Euch), dann kauft sie doch über die folgenden Affiliate-Links beim Amazon-Shop von Musik Produktiv bzw. Palmer:

Lehle P-Split: http://amzn.to/2hW40QI

Palmer DACCAPO: http://amzn.to/2hW4BC4

Stimmung machen mit Athmo | Adventskalender #21

Der Song ist fertig aufgenommen, arrangiert und gemischt, aber irgendwie will sich das Feeling für die Grundstimmung des Songs nicht einstellen. Da kann man noch so emotional gesungen oder die Instrumentierung noch so stilecht eingesetzt haben, es fehlt noch die Sahne auf dem Song. Hier schlägt die Stunde von gänzlich atonalen Geräuschen: Die Rede ist von Athmo-Sounds!

Authentisches Rauschen

Was war passiert? Ich hatte einen Song geschrieben, der sich eindeutig nautisch gab, im Dreiviertel-Takt groovte und natürlich mit Akkordeon und passenden Harmonien klarmachte, dass es um ein eher maritimes Thema gehen soll. Und doch brauchte der Song zu lange, um den Zuhörer auf das Thema einzunorden. „Was tun?“ hab ich mich gefragt, bis es mir wie Schuppen aus den Haaren fiel!

Hier kannst Du weiterlesen …

Wieviel Verzerrung braucht die Gitarre? | Adventskalender #20

Tja, es gibt wohl wenig Individuelleres als den eigenen Gitarrensound. Dieser passt natürlich immer zum jeweiligen Musikgeschmack und dieser wiederum gibt vor, wie stark die Gitarren in die Sättigung gefahren, also verzerrt werden sollten. Im Metal und seinen vielen Unterordnungen ist sicherlich ein deutlich anderes Brett angesagt, als beim AC/DC-Rock oder dem Foo Fighters-Sound!

Viel hilft viel?

Und trotzdem ist beim Recording eines RockSongs deutliches Augenmaß bei der Verzerrung angemahnt, denn wenn man sich mal die Songs der o.g. Foos oder von AC/DC anhören würde, stellte man fest, dass die Gitarren einzeln abgehört gar nicht so verzerrt sind! Zusammen ergänzen sie sich aber so, dass man denken könnte, es wäre deutlich mehr!

Hier kannst Du weiterlesen …

Snare-Hall aus der Retorte | Adventskalender #19

Ich bin immer total begeistert, wenn man verschiedene Techniken miteinander kombinieren kann, denn dabei kommen oft ganz spannende Ergebnisse raus, die man so einfach nicht erwartet. Dabei überwiegt am Anfang der Gedanke des „Das muss ich unbedingt mal ausprobieren“, dann kommt das „So ungefähr müsste es klappen“ gefolgt vom „Wow, klingt das geil“. Praktisch, wenn man damit den Mix auch gleichzeitig noch ein wenig aufräumen kann.

Unsauberes säubern

Ich habe ja schon  darüber schwadroniert, dass man in Studio One mit dem Gate eine Note eines Samplers antriggern kann, der widerum zum Beispiel ein alternatives Snare-Sample  anstelle (oder zusätzlich zur) eigentlich aufgenommenen Snare abspielen kann. In anderen DAWs gibt es ähnliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel bei Logic das Drum Replacement. Wir bekommen also eine saubere, neue Snare, die ohne HiHat-, Kick- oder sonstige Nebengeräusche verschmutzt ist.

Hier kannst Du weiterlesen …